Lexikon: Palettenrecycling

Die Lebensdauer von Einweg- oder Europoolpaletten ist begrenzt. Daher wird mehr und mehr auf Palettenrecycling gesetzt. Einwegpaletten werden von Recyclingunternehmen meist geschreddert oder zu Brennholz verarbeitet, während Europoolpaletten auf den mehrfachen Einsatz ausgelegt sind. Daher werden sie eher repariert als entsorgt.

Feste Kriterien für das Recycling

Die im Umlauf befindlichen Paletten werden in zwei Kategorien eingeteilt: tauschfähig und einwandfrei. Tauschfähige Paletten müssen in einem nach EPAL-Kriterien lizenzierten Unternehmen gefertigt sein.

Ist die EUR-Markierung auf den Klötzen lesbar, gilt die Palette als tauschfähig, wenn zugleich keinerlei Bretter oder Klötze beschädigt sind. Auch darf das Holz nicht zu stark verschmutzt, nass, faul oder morsch sein. Hervorstehende oder fehlende Nägel machen eine Palette ebenso nicht mehr tauschfähig.

Spezialisierte Unternehmen führen Palettenrecycling durch

Tauschpaletten, die den genannten Kriterien nicht mehr entsprechen, dürfen im Güterverkehr nicht mehr verwendet werden. Dann steht zumeist eine Reparatur nach RAL-Norm RG 993/12. Allerdings dürfen nur zugelassene Betriebe mit dem Palettenrecycling betraut werden.

Die defekten Paletten werden bei den Kunden abgeholt und gegebenenfalls repariert, zum Beispiel durch den Austausch beschädigter Blöcke und Bretter. Ist eine Palette zu stark beschädigt, kommt das Palettenrecycling zum Tragen.

Dann werden noch brauchbare Teile demontiert und dienen schließlich der Reparatur anderer Tauschpaletten. Die dabb reparierten Paletten können dann wieder im Warenverkehr verwendet werden.